Wenn Sie noch nie 5-Card Stud-Poker gespielt haben, sollten Sie gleich zu Beginn wissen, dass bei 5-Card Stud nur die Fixed Limit-Variante für das beste Spielerlebnis sorgt..
Auch bei No Limit- oder Pot Limit-Spielen macht das Pokern in dieser Variante natürlich Spaß. Dabei merken Sie aber wahrscheinlich bald, dass eine Runde oft bereits dann endet, wenn ein Spieler ein Paar erhält und entweder alles setzt (All-in) oder seine Gegner durch hohe Einsätze aus dem Pot wirft. In einer solchen Situation noch einen ‘Straight’ oder ‘Flush’ zu bilden, ist natürlich unmöglich – und das Spiel verliert letztendlich auch in gewisser Weise an Reiz.
5-Card Stud ist einfach zu erlernen: Es gelten die üblichen Pokerkombinationen; Sie erhalten insgesamt fünf Karten, mit denen Sie versuchen, die bestmögliche, aus 5 Karten bestehende Hand zu bilden. ‘Royal Flush’ ist dabei die höchste und ‘High Card’ die niedrigste Kombination.
Wegen der Spielstruktur stehen den Spielern bei 5-Card Stud mehr Informationen zur Verfügung als bei jeder anderen Pokervariation. Jeder Spieler erhält zu Beginn eine verdeckte und eine aufgedeckte Hole Card und entscheidet sich entsprechend der Kartenstärke für den passenden Spielzug. Bei Ihrer verdeckten Hole Card handelt es sich um die einzige Karte, die Ihre Gegner nicht sehen können. Im Verlauf des Spiels werden weitere drei Karten aufgedeckt auf den Tisch gelegt. Sollten Sie es bis zum ‘River’ schaffen, wären in diesem Fall ganze 80% Ihrer Hand für Ihre Gegenspieler sichtbar.
Aus diesem Grund ist die einzige verdeckte Karte natürlich die wichtigste Karte im Blatt eines Spielers. Es ist daher kein Wunder, dass der Spruch ‘An ace in the hole’ (dt. lit. ‘Ein Ass als Hole Card’) gerade von 5-Card Stud-Poker stammt, denn er beschreibt diese besondere Bonuskarte, die sich manchmal unter der verdeckten Karte verbirgt. Handelt es sich bei Ihrer verdeckten Hole Card tatsächlich um ein Ass, das durch ein Ass auf dem Tisch komplettiert wird, befinden Sie sich in einer wirklich starken Spielsituation und sind Ihren Gegnern um einiges voraus.
Mit so vielen greifbaren Informationen liegt es wirklich an den Spielern, beim Pokern eine gute und vernünftige Spielweise an den Tag zu legen. Es ist so gut wie unmöglich, einen ‘Straight’ oder ‘Flush’ vorzugeben, wenn Ihr aufgedeckten Karten klar zeigen, dass eine solche Kombination mit einer zusätzlichen Karte gar nicht gebildet werden kann. Versuchen Sie also, Ihre Gegner von einer anderen möglichen Hand zu überzeugen.
Bei 7-Card Stud-Poker gilt außerdem die folgende wichtige Regel: Ein Spieler sollte sich immer merken, welche Karten aufgedeckt auf dem Tisch liegen und welche Karten bereits abgelegt (‘folded’) wurden. Es bringt wiederum wenig, einen Drilling vorzugeben, wenn zwei Ihrer aufgedeckten Karten eine 10 sind und die beiden restlichen 10er bereits abgelegt wurden. Ihren Gegenspielern entgeht dieses Malheur mit Sicherheit nicht!
Sehen Sie sich also alle Karten sorgfältig und aufmerksam an. Sollten Sie eine gute Hand besitzen, dann setzen Sie Ihre Gegner auch unter Druck: Wenn Ihre Gegenspieler ihre Pokerblätter wirklich verbessern wollen, dann bitten Sie sie auch kräftig zur Kasse! Haben Sie aber vor allem auch den Mut, schlechte Karten wegzulegen, wenn Sie ganz klar verloren haben und keine eigene Hand bilden können. Dies gilt besonders dann, wenn Sie No Limit-Spiele spielen und für einen ‘Straight Draw’ oder ‘Flush Draw’ heftig hinblättern müssen. Wenn Sie solchen Blättern hinterherjagen, verlieren Sie dabei garantiert auch eine Menge Ihrer Chips.